Der Friedrich-Preis

Der Stifter Erhardt Friedrich war der festen Überzeugung, dass ein lebendiger Deutschunterricht junge Menschen unterstützt, zu gut ausgebildeten und einer offenen demokratischen Gesellschaft zugewandten Erwachsenen heranzureifen. Deshalb hat er zur gezielten Förderung der Wissenschaft auf diesem Gebiet den Friedrich-Preis ausgelobt.

Der Friedrich-Preis wird alle zwei Jahre an eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler verliehen, die oder der durch eine oder mehrere herausragende und zukunftsweisende Publikationen zum Deutschunterricht hervorgetreten ist. Der Preis ist mit einer Geldzuwendung verbunden.

Prof. Dr. Thomas Zabka, Universität Hamburg

Herr Prof. Dr. Thomas Zabka erhält den Friedrich Preis 2020 für sein beharrliches Forschen zu und nach innovativen Fragestellungen im literaturdidaktischen Diskurs und seinen wegweisenden Beitrag zu einer für deutschdidaktisches Handeln relevanten Theoriebildung. Darüber hinaus wird seine außerordentliche Fähigkeit gewürdigt, über die Fachöffentlichkeit hinaus komplexe fachliche Zusammenhänge zugleich wissenschaftlich präzise und allgemein verständlich für verschiedene Zielgruppen darzustellen.

 
2018
Prof. Dr. Cornelia Rosebrock, Goethe-Universität Frankfurt
Frau Prof. Dr. Rosebrock gehört zu den engagiertesten und innovativsten Wissenschaftler*innen in der Deutschdidaktik und hat sich vor allem im Bereich der Leseförderung durch ihre empirischen Forschungsprojekte, ihre interdisziplinäre Arbeit und ihre vielbeachteten Veröffentlichungen verdient gemacht. Sie ist unter Wissenschaftler*innen und Lehrer*innen äußerst anerkannt und ist außerdem, vor allem durch ihre unterrichtsnahen Publikationen bei Klett/Kallmeyer dem Friedrich Verlag seit Jahren eng verbunden.
 
2016
Prof. Dr. Helmuth Feilke, Justus-Liebig-Universität Gießen
Herr Prof. Dr. Feilke gehört zu den innovativsten und produktivsten Wissenschaftlern in der Deutschdidaktik und hat sich vor allem im Bereich der Sprach- und Schreibdidaktik durch seine Forschungen und seine Veröffentlichungen verdient gemacht. Er besitzt eine äußerst hohe Anerkennung unter Wissenschaftler*innen und Lehrer*innen und ist zudem als Herausgeber von „Praxis Deutsch“ dem Friedrich Verlag seit Jahren besonders eng verbunden.
 

2014

Prof. Dr. Ulf Abraham, Universität Bamberg
Mit Prof. Dr. Ulf Abraham wurde ein herausragender Vertreter der Deutschdidaktik mit dem Friedrich-Preis 2014 geehrt. Sein umfangreiches wissenschaftliches Werk, unter anderem im Bereich des literarischen Lernens, des poetischen Schreibens und der Film- und Mediendidaktik, zeugt nicht nur von Prof. Dr. Ulf Abrahams außerordentlicher Produktivität, sondern ebenso von seinem hohen wissenschaftlichen Anspruch. Etliche seiner Veröffentlichungen, so die Bücher „Sprechen als reflexive Praxis“ und „Filme im Deutschunterricht“, gehören zu den Standardwerken in der Aus- und Fortbildung von Deutschlehrerinnen und -lehrern. Als Mitherausgeber der Zeitschrift „Praxis Deutsch“ prägt er seit Jahren inhaltlich und konzeptionell die unterrichtsbezogene Entwicklung der Deutschdidaktik.

2012
Prof. Dr. Jacob Ossner
Mit Prof. Dr. Jakob Ossner wurde ein herausragender Vertreter der Deutschdidaktik geehrt, der die Profilierung der Deutschdidaktik in den letzten Jahrzehnten maßgeblich vorangetrieben hat. Als Wissenschaftler und Hochschullehrer an verschiedenen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen setzte und setzt er beeindruckende Maßstäbe für eine interdisziplinär arbeitende Deutschdidaktik, die theoretische Ansprüche und unterrichtsbezogenes Denken miteinander verbindet.

2010
Prof. Dr. Werner Wintersteiner, Universität Klagenfurt
Der Preisträger engagiert sich als lehrender und forschender Fachdidaktiker an der Universität Klagenfurt für eine Neuformation der Literaturdidaktik als gesellschaftlich verantwortliche Wissenschaft, die dem interkulturellen Charakter literarischen Lernens und der kulturwissenschaftlichen Friedensforschung verpflichtet ist. Mit Prof. Dr. Werner Wintersteiner wurde der Autor zahlreicher wissenschaftlicher Studien, der Herausgeber der maßgeblichen österreichischen deutschdidaktischen Zeitschrift IDE und schließlich der aktive Bildungspolitiker und Friedenspädagoge für sein außerordentlich produktives Schaffen geehrt.

2008
Prof. Dr. Gerhard Augst, Universität Siegen
Der Preisträger arbeitete bis zu seiner Emeritierung an der Universität Siegen und hat sich im Rahmen der Selbstverwaltung in mehreren Funktionen für die Lehrerausbildung engagiert. Er war über viele Jahre Hauptgutachter bei der DFG, Mitherausgeber der Zeitschrift „Der Deutschunterricht“ und stellvertretender Vorsitzender des Symposiums Deutschdidaktik. Mit ihm wurde ein Mann geehrt, der für die Bearbeitung sprachdidaktischer Fragestellungen in hervorragender Weise linguistische Kompetenz nutzt und dabei immer auch auf empirische Evidenz setzt.

2006
Prof. Dr. Mechthild Dehn, Universität Hamburg

Frau Prof. Dr. Dehn wurde als eine herausragende Vertreterin der Deutschdidaktik geehrt. In zahlreichen Publikationen vor allem zum Schriftspracherwerb hat sie maßgeblich zu einer entwicklungsintensiven Diagnose und Beurteilung von Schülerleistungen in den ersten Schuljahren beigetragen.

2004
Prof. Dr. Kaspar H. Spinner, Universität Augsburg

Prof. Dr. Spinner prägt seit Jahren die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur auf beeindruckende Weise, wobei sich sein Denken im Spannungsfeld von Germanistik, Psychologie und Pädagogik bewegt. Seine klare und verständliche Darstellung literaturwissenschaftlicher und fachdidaktischer Sachverhalte sind beispielhaft und werden auch künftig für die Fachdidaktik und den Deutschunterricht unverzichtbar sein.

2002
Privatdozent Dr. Peter Sieber, Pädagogische Hochschule Zürich

Privatdozent Dr. Sieber hat schon als junger Wissenschaftler der Theorie und Praxis des Deutschunterrichts sowie der Lehrerbildung in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Italien wichtige Impulse gegeben. Besonders hervorzuheben sind dabei seine Beiträge zur Schreibforschung und Textlinguistik, zum sprachlichen Lernen und zur Deutschdidaktik.

2000
Prof. Dr. Bettina Hurrelmann, Universität zu Köln

Mit dem Preis wurde Frau Prof. Dr. Hurrelmann geehrt als herausragende Deutschdidaktikerin, die durch ihre empirischen Forschungen, ihre historischen und theoretischen Untersuchungen und ihre Vorschläge für die Unterrichtspraxis wissenschaftlichen Anspruch und Bezug zu Schule und Erziehung in vorbildlicher Weise miteinander verbindet.

1998
Prof. Dr. Karlheinz Fingerhut, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Mit dem Preis wurde Prof. Dr. Fingerhut geehrt als herausragender Deutschdidaktiker, der seit 25 Jahren Theorie und Praxis des Literaturunterrichts als Forscher, kritischer Kommentator und Verfasser von Unterrichtswerken maßgeblich mitbestimmt hat.