Ungeheure Tiere: Eine Zeichenschule für Kinder im Grundschulalter

Die Zeichenschule „Ungeheure Tiere“ der Berliner Künstlerin Barbara Wrede lehrt Kindern im Grundschulalter, die Welt auf eine neue Art zu sehen und zu zeichnen: Mit wenigen Strichen entstehen Tiere und Ungeheuer, die fröhlich, zornig, schläfrig, traurig oder auch hungrig aussehen, je nachdem, wie Augen, Brauen, Mundwinkel, Zähne oder Haare gestaltet werden.

Die Künstlerin erklärt ihre Zeichentechnik in einem achtminütigen Film, der kostenfrei von der Webseite der Friedrich Stiftung abgerufen werden kann. Lehrkräfte und Eltern sind herzlich eingeladen, die Video-Zeichenschule für Unterricht und Freizeit zu nutzen.

Erprobt wurde die Zeichenschule „Ungeheure Tiere“ mit einem Wettbewerb, zu dem die Friedrich Stiftung die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen der Stadt Hannover eingeladen hat. Unter den Einsendungen hat das Kuratorium der Friedrich Stiftung die schönsten und kreativsten Bilder ausgesucht, die oben auf dem „Zeichen-Laufband“ zu sehen sind. Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden zu einem Zeichenworkshop mit Barbara Wrede im Erlebnis-Zoo Hannover eingeladen; ihre Klassen gewannen einen Gutschein für Malbedarf von jeweils 150 Euro.

Durch die Zeichenschule sollen Kinder dazu bewegt werden, die Welt um sie herum genau zu beobachten und mit der Gestaltung der Zeichnungen ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. „In der Kunst kann man nichts falsch machen“ sagte die Künstlerin. „Ganz im Gegenteil: Wenn man sich durch Verzeichnen nicht entmutigen lässt, sondern weiterarbeitet, entstehen oft besonders eindrucksvolle Bilder. Ich möchte in Kindern den Mut wecken, sich der Linie anzuvertrauen.“

Die Zeichenschule „Ungeheure Tiere“ ist ein Projekt, das die Friedrich Stiftung für jüngere Kinder konzipiert hat. Unabhängig von ihrem sozialen und kulturellen Hintergrund sollen sie eine andere Perspektive auf ihre Umgebung und neue Kenntnisse erwerben. Denn für den Stiftungsgründer Erhard Friedrich waren schulische Ausbildung und künstlerische Entfaltung wesentliche Einflussfaktoren für die Entwicklung einer offenen und freien Gesellschaft.