Der Friedrich-Preis

Der Friedrich-Preis

friedrich_preisDer Stifter Erhardt Friedrich war der festen Überzeugung, dass ein lebendiger Deutschunterricht, junge Menschen unterstützt, zu gut ausgebildeten und einer offenen demokratischen Gesellschaft zugewandten Erwachsenen heranzureifen. Deshalb hat er zur gezielten Förderung der Wissenschaft auf diesem Gebiet den Friedrich-Preis ausgelobt.

Der Friedrich-Preis wird alle zwei Jahre an eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler verliehen, die oder der durch eine oder mehrere herausragende und zukunftsweisende Publikationen zum Deutschunterricht hervorgetreten ist. Der Preis ist mit einer Geldzuwendung verbunden.

Prof. Dr. Ulf Abraham
Mit Prof. Ulf Abraham wurde ein herausragender Vertreter der Deutschdidaktik mit dem Friedrich-Preis 2014 geehrt.

Sein umfangreiches wissenschaftliches Werk, unter anderem im Bereich des literarischen Lernens, des poetischen Schreibens und der Film- und Mediendidaktik, zeugt nicht nur von Ulf Abrahams außerordentlicher Produktivität, sondern ebenso von seinem hohen wissenschaftlichen Anspruch. Etliche seiner Veröffentlichungen, so die Bücher „Sprechen als reflexive Praxis“ und „Filme im Deutschunterricht“ gehören zu den Standardwerken in der Aus- und Fortbildung von Deutschlehrerinnen und -lehrern.

Als Mitherausgeber der Zeitschrift „Praxis Deutsch“ prägt er seit Jahren inhaltlich und konzeptionell die unterrichtsbezogene Entwicklung der Deutschdidaktik.

2012
Prof. Dr. Jacob Ossner

Mit Jakob Ossner wurde ein herausragender Vertreter der Deutschdidaktik geehrt, der die Profilierung der Deutschdidaktik in den letzten Jahrzehnten maßgeblich vorangetrieben hat. Als Wissenschaftler und Hochschullehrer an verschiedenen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen setzte und setzt er beeindruckende Maßstäbe für eine interdisziplinär arbeitende Deutschdidaktik, die theoretische Ansprüche und unterrichtsbezogenes Denken miteinander verbindet.

2010
Prof. Dr. Werner Wintersteiner

Der Preisträger engagiert sich als lehrender und forschender Fachdidaktiker an der Universität Klagenfurt für eine Neuformation der Literaturdidaktik als gesellschaftlich verantwortliche Wissenschaft, die dem interkulturellen Charakter literarischen Lernens und der kulturwissenschaftlichen Friedensforschung verpflichtet ist. Mit Werner Wintersteiner wurde der Autor zahlreicher wissenschaftlicher Studien, der Herausgeber der maßgeblichen österreichischen deutschdidaktischen Zeitschrift IDE und schließlich der aktive Bildungspolitiker und Friedenspädagoge für sein außerordentlich produktives Schaffen geehrt.

2008
Prof. Dr. Gerhard Augst

Der Preisträger arbeitete bis zu seiner Emeritierung an der Universität Siegen und hat sich im Rahmen der Selbstverwaltung in mehreren Funktionen für die Lehrerausbildung engagiert. Er war über viele Jahre Hauptgutachter bei der DFG, Mitherausgeber der Zeitschrift "Der Deutschunterricht" und stellvertretender Vorsitzender des Symposiums Deutschdidaktik. Mit ihm wurde ein Mann geehrt, der für die Bearbeitung sprachdidaktischer Fragestellungen in hervorragender Weise linguistische Kompetenz nutzt und dabei immer auch auf empirische Evidenz setzt.

2006
Prof. Dr. Mechthild Dehn, Universität Hamburg

Frau Prof. Dr. Dehn wurde als eine herausragende Vertreterin der Deutschdidaktik geehrt. In zahlreichen Publikationen vor allem zum Schriftspracherwerb hat sie maßgeblich zu einer entwicklungsintensiven Diagnose und Beurteilung von Schülerleistungen in den ersten Schuljahren beigetragen.

2004
Prof. Dr. Kaspar H. Spinner, Universität Augsburg

Prof. Dr. Spinner prägt seit Jahren die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur auf beeindruckende Weise, wobei sich sein Denken im Spannungsfeld von Germanistik, Psychologie und Pädagogik bewegt. Seine klare und verständliche Darstellung literaturwissenschaftlicher und fachdidaktischer Sachverhalte sind beispielhaft und werden auch künftig für die Fachdidaktik und den Deutschunterricht unverzichtbar sein.

2002
Privatdozent Dr. Peter Sieber, Pädagogische Hochschule Zürich

Privatdozent Dr. Sieber hat schon als junger Wissenschaftler der Theorie und Praxis des Deutschunterrichts sowie der Lehrerbildung in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Italien wichtige Impulse gegeben. Besonders hervorzuheben sind dabei seine Beiträge zur Schreibforschung und Textlinguistik, zum sprachlichen Lernen und zur Deutschdidaktik.

2000
Prof. Dr. Bettina Hurrelmann, Universität zu Köln

Mit dem Preis wurde Frau Prof. Dr. Hurrelmann geehrt als herausragende Deutschdidaktikerin, die durch ihre empirischen Forschungen, ihre historischen und theoretischen Untersuchungen und ihre Vorschläge für die Unterrichtspraxis wissenschaftlichen Anspruch und Bezug zu Schule und Erziehung in vorbildlicher Weise miteinander verbindet.

1998
Prof. Dr. Karlheinz Fingerhut, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Mit dem Preis wurde Prof. Dr. Fingerhut geehrt als herausragender Deutschdidaktiker, der seit 25 Jahren Theorie und Praxis des Literaturunterrichts als Forscher, kritischer Kommentator und Verfasser von Unterrichtswerken maßgeblich mitbestimmt hat.